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Chris Moneymaker wurde 1975 in Atlanta in den USA geboren und gewann 2003 sensationell die WSOP ohne jemals zuvor Live-Poker gespielt zu haben.
Er erspielte sich unter dem Spielernamen „Money800“ mit einem Einsatz von 39 Dollar für ein Satellitenturnier auf Pokerstars den 10.000 Dollar Buyin für den WSOP Main Event und konnte damit den amerikanischen Traum — vom Tellerwäscher zum Millionär — quasi über Nacht verwirklichen.
Allerdings war Moneymaker kein Tellerwäscher sondern arbeitete in einem schlecht bezahlten Job als Buchhalter. So hatte er zwar die Qualifikation über den Online Pokerraum in der Tasche, jedoch fehlte ihm das Geld für Flug und Hotel. Dieses mußte er sich von Familienangehörigen gegen eine Gewinnbeteilung ausleihen um überhaupt teilnehmen zu können. Am ersten Tag des Turnieres war Moneymaker zunächst recht eingeschüchtert, saß er — der völlig unbekannte Amateur, der noch niemals in seinem Leben überhaupt an einem Pokertisch gesessen hatte — doch ausgerechnet zwischen den Weltklassespielern Phil Ivey und Johnny Chan am Tisch. Doch Chris überlebte diesen Tag und konnte — da ihm in manchen Händen auch das Glück ein wenig zur Seite stand — seinen Chipstapel allmählich vergrößern. Humberto Brenes warf er mit 88 gegen AA aus dem Turnier. Die entscheidende Hand, mit der er sich an den Finaltable katapultierte, spielte er gegen Russ „Dutch“ Boyd. In dieser Hand hielt er 33 und Dutch KQo. Dutch ging All in, obwohl auf dem Flop nur kleine Karten erschienen, auch Turn und River brachten keine Hilfe für Dutch und Moneymaker gewann einen riesigen Pot. Am Ende des Turniers stand Moneymaker dann im Headsup gegen Sam Farha. In der für den Ausgang wohl wichtigsten Hand gelang Moneymaker ein klassischer Bluff gegen den erfahrenen Profi. In der Final Hand schließlich traf Moneymaker ein Full House und war nun um 2,5 Mio. Dollar reicher. Viele schrieben im Nachhinein Moneymakers Sieg ausschließlich seinem Kartenglück zu, zumal er seinen Erfolg bis jetzt nicht einmal ansatzweise in einem großen Turnier wiederholen konnte. Es ist auch sicher richtig, daß es im Laufe des Turnieres zu mehreren Schlüsselsituationen kam, in denen Moneymaker hinten lag und die Karten ihm entscheidend weiterhalfen. Man sollte aber auch anerkennen, daß es ganz und gar unmöglich ist ein solches Turnier wie den WSOP Main Event ausschließlich durch Glück zu gewinnen. Allein ein Headsup gegen einen erfahrenen Profi wie Sam Farha wird man sicher nicht einfach durch Glück gewinnen können und der gekonnte Bluff in der vorentscheidenden Hand (siehe Video) spricht eindeutig für Moneymakers starke Leistung. Moneymaker selbst erklärte seinen Erfolg gegen Farha damit, daß er zuvor auf Pokerstars unzählige Headsups gespielt habe und daher genau wußte, was er zu tun hatte. Es ist nicht zuletzt Chris Moneymakers unglaublichem Erfolg zu verdanken, daß das Pokern weltweit zahllose neue Anhänger gefunden hat und man inzwischen von einem echten Poker-Boom sprechen kann. Dies ist sicher vor allem darin begründet, daß Moneymakers Sensations-Sieg viele Amateurspieler anspornt, es ihm gleichzutun. Moneymaker hat sich übrigens nicht, wie man annehmen könnte, einen Künstlernamen zugelegt. Der Name ist tatsächlich sein richtiger Geburtsname und deutschen Ursprungs. Laut Moneymaker stammt sein Name vom deutschen Namen „Nurmacher“ ab, wahrscheinlicher ist jedoch, daß es ganz einfach die englische Version des gar nicht so seltenen deutschen Namens „Geldmacher“ ist. Moneymaker gehört zum Team Pokerstars Pro und spielt auf Pokerstars nach wie vor unter dem Namen „Money800“. Chris Moneymaker auf YouTube: „Who is this young man?“ Der Kommentator wundert sich: Moneymaker wirft Phil Ivey in einer spektakulären Auseinandersetzung aus dem Main Event der WSOP 2003.
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