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Stu Ungar wurde 1953 in New York geboren und starb bereits 1998 an den Folgen seiner Drogensucht.
Nicht wenige halten Stu Ungar für den besten Pokerspieler aller Zeiten. Er ist der einzige neben Johnny Moss, der es schaffte, den Main Event der WSOP dreimal zu gewinnen. Ungars kurzes Leben war jedoch wie eine Achterbahnfahrt. Heute Millionär, morgen schon wieder bankrott, wieder Millionär und wieder Pleite. Zum Verhängnis wurde ihm neben seiner Dorgenabhängigkeit sein exzessiver Hang zu Sportwetten.
Stu besaß schon als Kind eine weit überdurchschnittliche Intelligenz und verfügte über ein absolut photografisches Gedächtnis. Er konnte sich alle Karten merken, was ihn zu einer unglaublichen Spielstärke im Gin Rummy und Blackjack befähigte. Schon bald galt er als unschlagbar, fand keine Gegner mehr, die gegen ihn hätten antreten wollen und in allen Casinos Amerikas weigerte man sich ihn Blackjack spielen zu lassen, da er immer gewann. Selbst als man anfing mit 6 Decks zu spielen, konnte Stu alle noch verbleibenden Karten jederzeit exakt voraussagen. So wandte sich Stu schließlich dem Pokern zu und nahm 1980 erstmals am WSOP Main Event teil, den er prompt im Heads up gegen Doyle Brunson gewann. Bereits im nächsten Jahr konnte er seinen sensationellen Erfolg gegen Perry Green wiederholen. All sein gewonnenes Geld verspielte er jedoch wieder schnell bei verschiedenen Sportwetten. In den folgenden Jahren verschlimmerten sich sein Drogenproblem und sein Gesundheitszustand zusehends. Bei der WSOP 1990 war er mal wieder pleite und mußte sich das Startgeld leihen. Während des Turniers wurde er mit Drogen vollgepumpt bewußtlos in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Sein Zustand war so schlecht, daß er das Turnier nicht mehr weiterspielen konnte, aufgrund seines hohen Chipstandes belegte er dennoch am Ende Platz 9. 1997 gelang Stu dann ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback. Stu - natürlich mal wieder vollkommen bankrott - mußte sich erneut die 10.000 Dollar Startgeld bei einem Freund leihen. Obwohl gesundheitlich sichtlich angeschlagen hielt er das Turnier durch und konnte es als Sieger beenden. Im anschließenden TV-Interview sagte er, daß niemand ihn besiegen könne außer er selbst. Damit sollte er in der Tat auf traurige Weise Recht behalten. Sein Preisgeld verzockte er wie immer im Handumdrehen mit Sportwetten und beim Pferderennen und war kurze Zeit später wieder pleite. Zur WSOP 1998 konnte er weder das nötige Startgeld aufbringen noch war er gesundheitlich zur Teilnahme in der Lage. Die Drogen fraßen seinen Körper und Geist zunehmend auf. Im November 1998 erlag der mit Drogen und Schmerzmitteln vollgepumpte Pokerstar schließlich einem tödlichen Herzschlag. Um Stu Ungar ranken sich unzählige Legenden und Anekdoten. So ist überliefert, daß er sich von einem seiner Gewinne ein deutsches Luxus-Auto kaufte, jedoch nie den Ölstand prüfte. Als der Wagen schließlich mangels Öl seinen Dienst versagte brachte er das Auto erbost zurück zum Händler und beschwerte sich, daß ihm beim Verkauf nicht gesagt wurde, daß der Wagen zum Betrieb Öl brauche. Auch hatte er aufgrund seines jugendlichen Aussehens, was ihm den Spitznamen „The Kid“ einbrachte, oft Probleme in Bars alkoholische Getränke zu bestellen. Fragte man ihn zur Altersprüfung nach seiner Identifikation, knallte er mehrere 10.000-Dollar Bündel auf den Tisch mit den Worten: „This is my ID!“. Sein irrsinniges Leben wurde in dem Spielfilm „Highroller - The Stu Ungar Story“ verfilmt. Stu Ungar auf YouTube: Die Final Hand der WSOP 1981 Stu Ungar gewinnt mit AQs gegen Perry Green.
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