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Dienstag, 27. Mai 2008 um 13:43 |
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In einem Interview mit der „Welt“ versucht der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch das Pokerverbot in seinem Bundesland zu rechtfertigen. Das Interview dürfte nicht nur in der Pokerszene zu weiterem Unverständnis führen, da die Begründungen des Ministers sehr holprig und an den Haaren herbeigezogen wirken. „Wir verbieten das, weil es Sucht beinhaltet und Veränderungen bei den Menschen auslöst, weil es Unglück bringt über Jugendliche, die abhängig werden“ führt der Minister recht nebulös aus und setzt gleich noch einen drauf: „Als ehemaligem Polizisten kann mir keiner erzählen, daß Pokern ein Geschicklichkeitsspiel ist“. Durchweg seltsame Aussagen, die erhebliche Zweifel an der Sachkompetenz des Ministers wecken dürften. Auch private Begebenheiten, mit denen er auf einen angeblichen Pokersucht-Fall in seinem Bekanntenkreis hinweist, dürften diese Zweifel kaum ausräumen. Im Gegenteil: Es stellt sich die Frage, was das frühere Privatleben eines damaligen Polizisten mit der Durchführung eines Pokerverbotes zu tun haben soll. Auf die weitere sich aufdrängende Frage, ob es nicht doch in Wahrheit nur um den Schutz der Staatseinnahmen geht führt der Minister den Jugendschutz und die Suchtprävention auf. Dieses ließe sich unter staatlichem Monopol effektiver sicherstellen, erklärt der Minister. Warum dies so sein soll, bleibt jedoch weiterhin unklar. Zum Original-Artikel.
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