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Für den anerkanntermaßen größten Bluff der Pokergeschichte zeichnet der 1988 verstorbene US-Amerikaner Jack Strauss verantwortlich. In einem High Stakes Hold'em Cashgame Ender der siebziger Jahre gegen einen nicht überlieferten Gegner entschied er sich in einer Hand preflop blind zu raisen. Als er seine Karten anschaute, mußte er feststellen, daß er mit 7-2 off suit die schlechteste aller Pokerhände hielt.
Der Flop brachte 7-3-3, was für Strauss angesichts seiner schwachen Starthand durchaus erfreulich war. Er sah sich möglicherweise vorne und setzte, wurde aber von einem zuvor sehr tight spielenden Gegner mit einem großen Raise konfrontiert. Strauss callte und wollte so eine 3 repräsentieren. Der Turn brachte eine eigentlich bedeutungslose 2. Da es ja keine drei Paare als Gewinnblatt gibt, hielt Strauss somit lediglich ein 7er Paar und das 3er Paar auf dem Board, mußte aber davon ausgehen, daß sein Gegner ein höheres Paar hielt. Dennoch setzte Strauss einen hohen Betrag. Während sein Gegner überlegte bot Strauss ihm an, er könne sich für 25 Dollar eine beliebige seiner beiden Holecards ansehen. Ein teuflischer Trick; denn egal ob sein Gegner die 2 oder die 7 sehen würde: Er mußte immer annehmen, daß Strauss ein Pocketpair hielt und damit ein Full House traf. Sein Gegner schlug tatsächlich ein, zahlte die 25 Dollar, zog die 2 und foldete. Seine Karten waren A-A.
Diese wahre Begebenheit wurde in dem Film „Highroller“, der als Lebensgeschichte von Stu Ungar verfilmt wurde, ebenfalls aufgegriffen. Jack Strauss gelang 1982 unter unglaublichen Umständen ein Sieg im Main Event der WSOP. |