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Mittwoch, 14. Mai 2008 um 13:02 |
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LÜNEN - Wer juristisch die besseren Karten in der Hand hat, ist noch offen: Und deshalb werden umstrittene Turniere der Poker-Bundesliga vorerst weiterhin auch in Lünen stattfinden. „Wir sind überzeugt, dass wir die gesetzlichen Vorschriften erfüllen“ sagt Turniermanager Daniel Curia. Das Verwaltunggericht Münster sah das anders.
Es sah in einem geplanten Turnier der Poker-Bundesliga im emsländischen Rheine unerlaubtes öffentliches Glückspiel und bestätigte per Eilbeschluß ein Verbot des Turniers durch die Stadt Rheine.
Auch in Lünen stehen die Turniere – die im März, April und Mai an sechs Terminen in der Manhattan Sportsbar an der Moltkestraße stattfanden – unter verschärfter Beobachtung der Ordnungsbehörde.
Fall "Rheine" noch nicht abgeschlossen
Allerdings sieht deren Leiter Eberhard Rieß aktuell noch keinen Grund zum Einschreiten, unter anderem auch deshalb, weil der „Fall Rheine“ noch nicht abschließend entschieden sei. „Wir stehen aber in Kontakt mit dem Veranstalter der Lüner Turniere“, so Rieß. Das bestätigt Curia: „Wir wollen Hand in Hand mit den Ordnungsbehörden arbeiten“, beteuert er. Alle Auflagen würden eingehalten. Bei den Turnieren werde eine Teilnehmergebühr von maximal 15 Euro erhoben, „manchmal auch nur 5 oder 10“, so Curia.
Zudem seien Sachpreise nicht mehr wert als 60 Euro und würden von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Nach Auffassung des Gerichts können allerdings auch solche gesponserten „Charity-Turniere“ verboten werden.
Am Pokertisch selbst spiele Geld überhaupt keine Rolle sagt Curia. Jeder Spieler erhalte Chips im Wert von 3000 Punkten. Den Teilnehmern geht es laut Curia es auch weniger um Gewinne, sondern vor allem um die Rangliste in der Poker-Bundesliga und um die Chance, letztlich an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu können.
Je 20 bis 22 Spieler hätten bisher an den Lüner Turnieren in der Sportsbar teilgenommen. Quelle: Ruhrnachrichten, Link zum Original-Artikel Zurück zur Pressespiegel-Übersicht |